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Dell OptiPlex 5090 Micro: Ausstattung, Leistung, Aufrüsten und für wen er sich lohnt
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Dell OptiPlex 5090 Micro: Ausstattung, Leistung, Aufrüsten und für wen er sich lohnt

Mjtronics Team9. September 202617 Min. Lesezeit
Inhalt des Artikels26 Abschnitte

Dell OptiPlex 5090 Micro: Ausstattung, Leistung, Aufrüsten und für wen er sich lohnt

Ein Rechner in der Größe eines dicken Buches, der acht Kerne unterbringt und dabei so wenig Strom zieht wie eine Glühbirne: Der OptiPlex 5090 Micro gehört zu der Geräteklasse, die in den vergangenen Jahren zehntausendfach unter Schreibtischen und hinter Monitoren in Unternehmen gelaufen ist. Jetzt kommen diese Geräte aus den Firmenflotten zurück auf den Markt. Dieser Ratgeber ordnet ein, was der 5090 Micro technisch kann, wie weit er sich aufrüsten lässt und worauf Sie beim Gebrauchtkauf achten sollten.

Zusammenfassung

Der Dell OptiPlex 5090 Micro ist ein kompakter Business-PC mit Prozessoren der elften Intel-Generation. Er misst 3,6 mal 18,2 mal 17,85 Zentimeter, nimmt bis zu 64 GB Arbeitsspeicher auf und steuert bis zu drei Bildschirme an. Die Prozessoren sind T-Modelle mit 35 Watt TDP, das Gerät bleibt dadurch leise und sparsam. Für Büro, Homeoffice, kleine Server im Heimnetz und Digital Signage ist er großzügig dimensioniert, für Videoschnitt und Spiele ist er die falsche Wahl. Beim Aufrüsten gibt es genau eine Sache, die man wissen muss: Der einzige M.2-Steckplatz nimmt ausschließlich NVMe-SSDs, kein M.2 SATA.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bauform: 3,6 x 18,2 x 17,85 cm, passt hinter den Monitor, unter den Tisch oder in einen Schrank
  • Prozessoren: T-Modelle der 11. Intel-Generation mit 35 Watt TDP, in unseren Geräten der Core i7-11700T mit 8 Kernen und 16 Threads
  • Arbeitsspeicher: zwei SODIMM-Bänke, DDR4-3200, maximal 64 GB
  • Massenspeicher: ein M.2-Steckplatz für NVMe (2230 oder 2280), dazu ein SATA-Anschluss mit 2,5-Zoll-Schacht
  • Grafik: Intel UHD Graphics 750, bis zu drei Displays, 4K und 8K über DisplayPort
  • Anschlüsse: 5 x USB-A 3.x, 1 x USB-C, 2 x DisplayPort, Gigabit-LAN, zwei Audio-Anschlüsse
  • Windows 11: offiziell unterstützt, weil die elfte Generation auf Microsofts Liste steht
  • Nicht gemacht für: Spiele, GPU-Rendering und Dauerlast über Stunden

Schnellüberblick: die technischen Daten

Merkmal Dell OptiPlex 5090 Micro
Bauform Micro, 3,6 x 18,2 x 17,85 cm
Prozessor-Generation Intel Core, 11. Generation, T-Modelle mit 35 Watt TDP
Grafik Intel UHD Graphics 750, bis zu drei Displays
Arbeitsspeicher 2 x SODIMM, DDR4-3200, maximal 64 GB
M.2-Steckplätze 1 (NVMe, Bauform 2230 oder 2280)
SATA 1 Anschluss, 2,5-Zoll-Schacht
Videoausgänge 2 x DisplayPort, dritter Ausgang über optionalen Videoport
USB 5 x USB-A 3.x, 1 x USB-C (vorn, USB 3.2 Gen 2x1)
Netzwerk Gigabit-LAN, WLAN je nach Ausstattung
Audio Universal-Audio vorn, umschaltbarer Line-out und Line-in
Betriebssystem Windows 11 offiziell unterstützt

Die Gehäuse-, Anschluss- und Ausstattungsdaten stammen aus unseren eigenen Geräten, die Leistungswerte aus der PassMark-Datenbank. Beide Quellen sind am Ende des Artikels genannt.

Was der OptiPlex 5090 Micro ist

Dell teilt die OptiPlex-Reihe in drei Linien: die 3000er als Einstieg, die 5000er als Mittelklasse und die 7000er als Ausbaustufe nach oben. Der 5090 sitzt also in der Mitte, und das Kürzel Micro bezeichnet die kleinste der drei Bauformen, neben SFF für den flachen Desktop und Tower für das große Gehäuse.

Diese Geräte werden nicht für Privatkunden gebaut, sondern für Firmenflotten. Das merkt man an drei Dingen: am Metallgehäuse, das sich ohne Werkzeug öffnen lässt, an der Auslegung auf Dauerbetrieb und an der Ersatzteilversorgung, die über Jahre läuft. Nach drei bis fünf Jahren tauschen Unternehmen ihre Flotten aus, und dann landen die Geräte in großen Stückzahlen auf dem Gebrauchtmarkt. Genau daraus speist sich das Angebot, das Sie heute finden.

Ein Hinweis zur Namensgebung: Dell schreibt die Bauform manchmal als MFF (Micro Form Factor). Micro und MFF meinen dasselbe Gerät. Wer nach "Dell 5090 Mini PC" sucht, meint es ebenfalls.

Prozessoren: die elfte Generation als T-Modelle

Im 5090 Micro stecken T-Prozessoren, also die sparsamen Varianten mit 35 Watt TDP statt der 65 Watt, die ein Desktop-Prozessor üblicherweise hat. Der Buchstabe T am Ende der Modellnummer ist das Erkennungszeichen.

Die folgenden Werte stammen aus der PassMark-Datenbank und beziehen sich auf die Prozessoren selbst, nicht auf ein bestimmtes Gerät. Alle drei haben 35 Watt TDP.

Prozessor Kerne / Threads Multithread Single Thread Messungen
Core i9-11900T 8 / 16 18.349 3.241 51
Core i7-11700T 8 / 16 15.230 2.848 153
Core i5-11500T 6 / 12 12.767 2.532 zahlreich

Zum Einordnen gegenüber älteren Micro-PCs, ebenfalls PassMark und ebenfalls 35 Watt: Der i7-9700T aus der neunten Generation kommt auf 10.561 Multithread-Punkte, der i7-8700T aus der achten auf 10.224. Der Sprung auf den i7-11700T bedeutet also rund 44 Prozent mehr Multithread-Leistung bei gleichem Stromhunger. Das liegt vor allem daran, dass der 9700T acht Kerne ohne Hyperthreading hat, der 11700T dagegen acht Kerne mit sechzehn Threads.

Welche Prozessoren finden Sie am Gebrauchtmarkt?

Wir haben das nachgesehen, statt es zu schätzen. Von 48 Angeboten zum OptiPlex 5090, die am 09.09.2026 auf eBay Deutschland gelistet waren, nennen sieben eine konkrete Prozessornummer im Titel: sechsmal den i7-11700T, einmal den i5-11500T. Das ist eine kleine Stichprobe und keine Herstellerangabe, gibt aber die Richtung vor. Wer gezielt sucht, wird am ehesten bei diesen beiden fündig.

Arbeitsspeicher: zwei Bänke, DDR4-3200, bis 64 GB

Der 5090 Micro hat zwei SODIMM-Bänke. SODIMM sind die kurzen Riegel aus Notebooks, nicht die langen aus Desktop-Rechnern. Wer zum ersten Mal einen Micro-PC aufrüstet, greift hier gern zum Falschen.

Der Speichertakt ist DDR4-3200. Langsamere Riegel laufen, dann aber mit ihrem eigenen, niedrigeren Takt. Schnellere Riegel laufen ebenfalls, nur eben mit 3200. Für Tempo, das darüber hinausgeht, zahlen Sie ohne Gegenwert.

Ein Riegel oder zwei? Der unterschätzte Fallstrick

Der Prozessor spricht den Speicher über zwei Kanäle an. Steckt nur ein Riegel, arbeitet der Rechner im Single-Channel-Betrieb. Das bremst vor allem die integrierte Grafik spürbar, weil die sich ihren Speicher aus dem Arbeitsspeicher nimmt und dann nur die halbe Bandbreite bekommt. Zwei Riegel mit je 8 GB sind für den Alltag deshalb die klügere Wahl als ein einzelner mit 16 GB.

Wer später auf 32 oder 64 GB gehen will, kauft ein Kit aus zwei gleichen Riegeln. Zwei baugleiche Module vertragen sich zuverlässiger als zwei zufällig zusammengewürfelte.

Praxisbeispiel: Windows 11 mit vierzehn Browser-Tabs, einem Teams-Call und Excel nebenher belegt auf einem Büro-Rechner erfahrungsgemäß zwischen 9 und 12 GB. Mit 8 GB beginnt das System auszulagern, mit 16 GB haben Sie Luft. 32 GB brauchen Sie, wenn virtuelle Maschinen, große Datensätze oder Bildbearbeitung dazukommen.

Massenspeicher: ein M.2-Steckplatz und ein 2,5-Zoll-Schacht

Der 5090 Micro hat einen M.2-Steckplatz. Das ist die wichtigste Einschränkung des Geräts und der Punkt, an dem sich der Kauf einer falschen SSD am schnellsten rächt.

Erstens die Anbindung. Der Steckplatz nimmt ausschließlich NVMe-SSDs. M.2-SSDs mit SATA-Anbindung sehen fast gleich aus, passen mechanisch in den Steckplatz und werden trotzdem nicht erkannt. Achten Sie in der Artikelbeschreibung auf NVMe oder PCIe, nicht auf "M.2" allein.

Zweitens die Baulänge. Es passen die Formate 2230 und 2280. Die Zahlen sind Millimeterangaben, 2280 ist also 22 Millimeter breit und 80 Millimeter lang, 2230 entsprechend kürzer. Beide Längen haben ihren eigenen Befestigungspunkt, ein Adapter ist nicht nötig. 2280 ist die verbreitetere Bauform mit der größeren Auswahl und meist dem besseren Preis je Gigabyte.

Für ein zweites Laufwerk gibt es einen SATA-Anschluss und einen 2,5-Zoll-Schacht. Praktisch ist die Kombination aus einer schnellen NVMe-SSD für System und Programme und einer großen 2,5-Zoll-SSD für Daten. Wichtig zur Reihenfolge: Der Einbaurahmen für die 2,5-Zoll-Platte liegt über dem M.2-Steckplatz. Wer ihn montiert hat, muss ihn erst wieder abnehmen, um an die NVMe-SSD zu kommen. Bauen Sie deshalb die NVMe zuerst ein und den Rahmen danach. Der Arbeitsspeicher ist davon nicht betroffen: Die Riegel sitzen unter dem Lüfter und bleiben auch bei montiertem Rahmen zugänglich.

Anschlüsse, Grafik und Monitore

Die Intel UHD Graphics 750 steuert bis zu drei Displays an: zwei über die DisplayPort-Ausgänge auf der Rückseite, den dritten über einen optionalen Videoport, den Dell je nach Bestellung ab Werk verbaut hat. Über DisplayPort sind 4K und je nach Anschlussart auch 8K möglich. Für zwei Monitore am Arbeitsplatz brauchen Sie also kein Zubehör.

An USB stehen fünf Anschlüsse in USB-A 3.x bereit sowie ein USB-C-Anschluss auf der Vorderseite in der schnellen Variante USB 3.2 Gen 2x1. Vorn sitzen außerdem ein USB-A-Anschluss mit PowerShare, also Ladefunktion auch im ausgeschalteten Zustand, und ein Universal-Audio-Anschluss. Der zweite Audio-Anschluss lässt sich zwischen Line-out und Line-in umschalten. Dazu kommt Gigabit-LAN.

HDMI und VGA sind an diesem Gerät nicht vorhanden. Wer einen älteren Monitor mit HDMI-Eingang anschließen will, braucht einen Adapter von DisplayPort auf HDMI. Das ist Standardzubehör und kostet wenige Euro, sollte aber vor dem Kauf mitgedacht werden.

Für Grafikleistung jenseits der Bildausgabe ist die UHD 750 nicht gemacht. Sie spielt 4K-Video flüssig ab und beschleunigt Videokonferenzen, aber Spiele und GPU-Rendering sind kein Thema. Eine dedizierte Grafikkarte lässt sich in diesem Gehäuse nicht nachrüsten.

Stromverbrauch und Lautstärke

35 Watt TDP ist der Wert unter Dauerlast, nicht im Leerlauf. Ein Büro-Rechner dieser Klasse zieht im Alltag deutlich weniger. Rechnen wir konservativ mit 20 Watt im Mischbetrieb, acht Stunden am Tag, 220 Arbeitstage im Jahr: 20 Watt mal 8 Stunden mal 220 Tage ergibt 35,2 Kilowattstunden. Bei 35 Cent je Kilowattstunde sind das rund 12 Euro Stromkosten im Jahr. Ein klassischer Tower mit 65-Watt-Prozessor liegt schnell beim Dreifachen.

Ergänzend eine Prozessor-Eigenschaft, die PassMark für den i7-11700T ausweist: Die TDP lässt sich auf 25 Watt herunterkonfigurieren. Ob und wie ein bestimmtes Gerät das im BIOS anbietet, hängt von der Firmware ab, das können wir nicht allgemein zusagen.

Bei der Lautstärke gilt die einfache Regel: weniger Abwärme, weniger Lüfterdrehzahl. Im Büroalltag mit Browser, Office und Videokonferenz geht der 5090 Micro in einem normal belebten Raum unter. Hörbar wird er, wenn alle Kerne über längere Zeit ausgelastet sind, etwa beim Entpacken großer Archive oder beim Kompilieren. Wer Wert auf Ruhe legt, stellt das Gerät nicht in einen geschlossenen Schrank: Die Luft wird seitlich angesaugt und nach hinten ausgeblasen, ein paar Zentimeter Abstand genügen. Mehr zu diesem Thema steht in unserem Ratgeber zum leisen Mini PC für Büro und Homeoffice.

Die Kehrseite der niedrigen TDP gehört ebenso deutlich gesagt: Unter Dauerlast über viele Minuten taktet ein T-Prozessor herunter. Für Videoschnitt oder lange Renderläufe ist das Gerät die falsche Wahl.

Windows 11 und die Frage der Unterstützung

Die elfte Intel-Generation steht auf Microsofts offizieller Liste der für Windows 11 unterstützten Prozessoren. Der 5090 Micro bekommt damit reguläre Updates, ohne Umweg und ohne Bastellösung.

Das ist keine Selbstverständlichkeit. Bei Micro-PCs der sechsten und siebten Generation läuft Windows 11 zwar, aber außerhalb der offiziellen Unterstützung. Wer ein Gerät kauft, das noch einige Jahre laufen soll, hat mit der elften Generation die deutlich ruhigere Wahl getroffen. Die Unterschiede zwischen den Generationen haben wir im Ratgeber zu gebrauchten PCs und Windows 11 ausführlich aufgeschrieben. Eine gefilterte Übersicht aller Geräte mit vorinstalliertem System finden Sie unter Mini PC Windows 11.

Für welche Einsatzbereiche der 5090 Micro passt

Einsatz Empfohlene Konfiguration Nicht ausreichend für
Büro, Browser, Videokonferenzen i5 oder i7, 16 GB RAM, 512 GB NVMe Virtuelle Maschinen, große Datensätze
Homeoffice mit zwei Monitoren i5 oder i7, 16 GB RAM, 512 GB NVMe, DisplayPort-Kabel Videoschnitt, GPU-Rendering
Homelab, Container, virtuelle Maschinen i7, 32 bis 64 GB RAM, 1 TB NVMe plus 2,5-Zoll-SSD Dauerlast über Stunden
Digital Signage, Kassensystem, Thin Client i5, 8 bis 16 GB RAM, 256 GB NVMe Mehr als drei Bildschirme

Besonders im Heimnetz spielt das Gerät seine Stärke aus. Ein Rechner, der rund um die Uhr läuft, kostet bei 20 Watt Dauerlast etwa 61 Euro Strom im Jahr. Dieselbe Aufgabe auf einem alten Tower mit 65-Watt-Prozessor kostet ein Vielfaches, und die acht Kerne des i7-11700T bewältigen mehrere virtuelle Maschinen parallel.

Für Digital Signage zählt ein anderer Vorteil: Die Bauform lässt sich mit einer VESA-Halterung direkt hinter den Bildschirm schrauben, und zwei DisplayPort-Ausgänge reichen für zwei Anzeigeflächen aus einem Gerät.

Gebraucht kaufen: worauf Sie achten sollten

Business-Hardware aus Firmenflotten ist eine der verlässlichsten Kategorien am Gebrauchtmarkt, weil die Geräte im klimatisierten Büro standen und nicht überlastet wurden. Trotzdem gibt es fünf Punkte, die den Unterschied machen.

  1. Netzteil dabei? Micro-PCs nutzen externe Netzteile. Fehlt es im Angebot, wird Ersatz teurer als gedacht. Achten Sie darauf, dass das passende Netzteil ausdrücklich genannt ist.
  2. WLAN vorhanden? In Firmen hängen diese Rechner am Netzwerkkabel, deshalb ist WLAN oft nicht verbaut. Wenn Sie es brauchen, prüfen Sie vor dem Kauf, ob ein Modul und eine Antenne dabei sind.
  3. Windows. Hier wird oft mehr Aufhebens gemacht, als nötig ist. Bei diesen Business-Geräten liegt die Windows-11-Pro-Lizenz in aller Regel als digitale OEM-Lizenz im UEFI des Mainboards. Eine saubere Neuinstallation aktiviert sich damit meist von selbst, eine zusätzliche Lizenz brauchen Sie normalerweise nicht. Ein Gerät mit vorinstalliertem System spart Ihnen also nicht die Lizenz, sondern die Installation.
  4. Zustandsangabe. Seriöse Anbieter unterscheiden zwischen optisch nahezu neuwertig und leichten Gebrauchsspuren. Technisch geprüft sollten beide sein. Fragen Sie nach, wenn ein Angebot dazu nichts sagt.
  5. Garantie. Der wichtigste Punkt überhaupt. Eine Garantie über zwölf Monate hinaus zeigt, dass der Anbieter selbst an sein Prüfverfahren glaubt. Ohne Garantie tragen Sie das Risiko allein.

Wer den Überblick über die Baureihen sucht, findet ihn in unserem Vergleich aller Dell-OptiPlex-Mini-PC-Modelle, und wie sich diese Geräteklasse im Büroalltag schlägt, steht im Ratgeber zum OptiPlex Micro im Büro.

Aufrüsten Schritt für Schritt

Sie brauchen einen Kreuzschlitzschraubendreher und etwa fünf Minuten.

  1. Netzstecker ziehen, Gerät auf den Rücken legen.
  2. Die Rändelschraube auf der Rückseite lösen, den Deckel nach hinten abschieben.
  3. RAM einsetzen: Riegel schräg in die Bank stecken und herunterdrücken, bis die seitlichen Klammern einrasten. Zwei Riegel statt einem, siehe oben.
  4. NVMe-SSD einsetzen: schräg in den M.2-Steckplatz stecken, herunterdrücken, mit der kleinen Schraube fixieren.
  5. Erst danach den Einbaurahmen für die 2,5-Zoll-Platte montieren, falls Sie ihn nutzen wollen. Er liegt über dem M.2-Steckplatz. An den Arbeitsspeicher kommen Sie auch später jederzeit heran, der sitzt unter dem Lüfter.
  6. Deckel aufschieben, Schraube anziehen, einschalten. Das BIOS erkennt die neuen Komponenten beim ersten Start automatisch.

Vier Fehler sehen wir in der Werkstatt immer wieder: M.2 SATA statt NVMe gekauft, DIMM statt SODIMM gekauft, nur einen Riegel eingebaut und den Einbaurahmen montiert, bevor die NVMe drin war. Die ersten drei lassen sich mit einem Blick in die Artikelbeschreibung vermeiden, der vierte kostet nur ein paar Handgriffe mehr.

Der 5090 Micro im Vergleich zu 7090, 7070 und 7060

Der 7090 Micro ist der große Bruder aus derselben Generation und nutzt dieselben Prozessoren. Der Unterschied liegt in Ausstattungsdetails und Verwaltungsfunktionen, nicht in der Alltagsleistung. Wer nicht auf eine bestimmte Funktion angewiesen ist, bekommt beim 5090 dieselbe Rechenleistung günstiger.

Nach unten wird der Vergleich interessanter. Der OptiPlex 7070 Micro ab 189 € und der OptiPlex 3070 Micro ab 184 € stammen aus der neunten Generation, der OptiPlex 7060 Mini ab 189 € und der OptiPlex 3060 Mini ab 154 € aus der achten. Alle vier reichen für Büroarbeit vollkommen aus und kosten deutlich weniger. Der OptiPlex 7040 Mini ab 134 € ist noch günstiger, stammt aber aus der sechsten Generation und ist für Windows 11 nicht offiziell freigegeben.

Für den 5090 sprechen drei Dinge: acht Kerne mit sechzehn Threads statt acht Threads, der offizielle Windows-11-Support und der schnellere Speicherstandard DDR4-3200. Wer das Gerät noch fünf Jahre nutzen will, zahlt für diese drei Punkte gern etwas mehr.

Bei uns aktuell

Wir führen den OptiPlex 5090 Micro mit dem Core i7-11700T. Das Gerät kommt als Barebone, also mit Gehäuse, Mainboard, Prozessor, Kühler und Netzteil, aber ohne Arbeitsspeicher und ohne SSD. Beides wählen Sie im Konfigurator dazu, ebenso ein WLAN-Modul mit Antenne und den Einbaurahmen für die zweite Festplatte, solange verfügbar. Windows 11 Pro können Sie ebenfalls dazuwählen, dann kommt das Gerät fertig installiert und aktiviert. Die Lizenz selbst steckt bei diesen Geräten ohnehin im UEFI, Sie sparen sich also die Installation, nicht den Lizenzkauf. Wer die Bauteile selbst hat, lässt sie weg und setzt sie in den fünf Minuten von oben selbst ein.

Wenn Sie lieber gar nichts schrauben möchten, gibt es denselben Rechner auch fertig bestückt mit 16 GB RAM, 256 GB SSD und Windows 11 Pro. Der kommt einsatzbereit aus dem Karton, ohne dass Sie das Gehäuse öffnen müssen.

Jedes Gerät durchläuft bei uns in Bad Camberg die Werkstattprüfung, wird gereinigt und neu aufgesetzt. Sie bekommen 15 Monate Garantie und 30 Tage Rückgaberecht, wahlweise im Zustand B+ mit leichten Gebrauchsspuren oder im optisch nahezu neuwertigen Zustand A. Den aktuellen Preis und alle Optionen finden Sie auf der Produktseite des Dell OptiPlex 5090 Micro. Weitere Modelle derselben Bauform stehen unter Dell OptiPlex Micro, die Geräte anderer Hersteller unter konfigurierbare Mini PCs.

Fazit

Der OptiPlex 5090 Micro ist einer der vernünftigsten Gebrauchtkäufe in dieser Geräteklasse. Er bringt acht Kerne bei 35 Watt mit, unterstützt Windows 11 offiziell, nimmt bis zu 64 GB Arbeitsspeicher auf und steuert drei Bildschirme an. Für Büro, Homeoffice, Homelab und Digital Signage ist das großzügig dimensioniert.

Für Spiele, Videoschnitt und Dauerlast über Stunden ist er die falsche Wahl, und das sagen wir lieber vorher als hinterher. Wer vor allem sparen will und mit der offiziellen Windows-11-Unterstützung leben kann, greift zu einem Gerät der achten oder neunten Generation und legt den Unterschied in mehr Arbeitsspeicher an.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Welche Prozessoren stecken im Dell OptiPlex 5090 Micro?

Es sind T-Prozessoren der elften Intel-Generation mit 35 Watt TDP. Am Gebrauchtmarkt trifft man vor allem auf den Core i7-11700T und den Core i5-11500T. Das ist keine Herstellerangabe, sondern eine Beobachtung: Von 48 Angeboten zum 5090 auf eBay Deutschland am 09.09.2026 nannten sieben eine Prozessornummer im Titel, sechsmal den i7-11700T und einmal den i5-11500T.

Wie viel Arbeitsspeicher passt maximal hinein?

64 GB, verteilt auf zwei SODIMM-Bänke. Der Speichertakt ist DDR4-3200. Verwenden Sie zwei gleiche Riegel statt eines einzelnen großen, sonst arbeitet der Rechner im Single-Channel-Betrieb und die integrierte Grafik verliert spürbar an Leistung.

Passt eine M.2-SATA-SSD in den 5090 Micro?

Nein. Der M.2-Steckplatz nimmt ausschließlich NVMe-SSDs. Eine M.2-SSD mit SATA-Anbindung passt zwar mechanisch hinein, wird aber nicht erkannt. Achten Sie in der Artikelbeschreibung auf die Angabe NVMe oder PCIe. Die Bauformen 2230 und 2280 passen beide.

Läuft Windows 11 auf dem OptiPlex 5090 Micro?

Ja, und zwar offiziell. Die elfte Intel-Generation steht auf Microsofts Liste der unterstützten Prozessoren, das Gerät bekommt also reguläre Updates ohne Umweg. Bei älteren Micro-PCs der sechsten und siebten Generation läuft Windows 11 ebenfalls, dort aber außerhalb der offiziellen Unterstützung. Zur Lizenz: Bei diesen Business-Geräten liegt die Windows-11-Pro-Lizenz in aller Regel als digitale OEM-Lizenz im UEFI. Eine saubere Neuinstallation aktiviert sich damit meist von selbst, eine zusätzliche Lizenz brauchen Sie normalerweise nicht.

Wie laut und wie sparsam ist der 5090 Micro?

Die Prozessoren haben 35 Watt TDP, im Mischbetrieb liegt der reale Verbrauch darunter. Gerechnet mit 20 Watt über acht Stunden an 220 Arbeitstagen sind das 35,2 Kilowattstunden und bei 35 Cent je Kilowattstunde rund 12 Euro im Jahr. Im Büroalltag ist das Gerät kaum zu hören, deutlich wahrnehmbar wird der Lüfter erst, wenn alle Kerne über längere Zeit ausgelastet sind.

Was ist der Unterschied zwischen dem 5090 und dem 7090 Micro?

Beide stammen aus derselben Generation und nutzen dieselben Prozessoren. Der 7090 gehört zur höheren Ausbaustufe der OptiPlex-Linie und unterscheidet sich in Ausstattungsdetails und Verwaltungsfunktionen. In der Alltagsleistung nehmen sich die beiden nichts. Wer keine bestimmte Zusatzfunktion braucht, fährt mit dem 5090 günstiger.

Alle Geräte werden in unserer Werkstatt in Bad Camberg geprüft und neu aufgesetzt. Bei Fragen zur passenden Konfiguration erreichen Sie uns unter info@mjtronics.com.

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