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Lenovo ThinkCentre SFF im Vergleich: M910s, M720s oder M920s — welcher lohnt sich wirklich?
Kaufberatung

Lenovo ThinkCentre SFF im Vergleich: M910s, M720s oder M920s — welcher lohnt sich wirklich?

MJtronics Team16. September 202611 Min. Lesezeit
Inhalt des Artikels24 Abschnitte

Lenovo ThinkCentre SFF im Vergleich: M910s, M720s oder M920s — welcher lohnt sich wirklich?

Die Tiny-Modelle von Lenovo bekommen viel Aufmerksamkeit — verständlich, die kleinen Würfel sind praktisch. Für viele Arbeitsplätze ist die ThinkCentre-SFF-Serie trotzdem die klügere Wahl: mehr Anschlüsse, mehr Erweiterungsmöglichkeiten und Desktop-Prozessoren mit voller Leistung, in einem Gehäuse, das immer noch auf oder unter jeden Schreibtisch passt. Doch welcher SFF darf es sein — der günstige M910s, der moderne M720s oder das Premium-Modell M920s? Dieser Ratgeber vergleicht die drei gefragtesten Generationen und zeigt, für wen sich welches Modell lohnt — inklusive des Windows-11-Fallstricks, den man vor dem Kauf kennen sollte.

Zusammenfassung

Der ThinkCentre M720s ist der Sweetspot der Serie: offizieller Windows-11-Support dank 8./9. Intel-Generation, CPU-Auswahl bis zum i9-9900 (8 Kerne/16 Threads), vier DIMM-Slots, PCIe-Steckplätze und Platz für zusätzliche 2,5"- und 3,5"-Laufwerke — konfigurierbar ab 174 €. Der ältere M910s (ab 129 €) ist der Preistipp für reine Office-Arbeit, hat aber keine offizielle Windows-11-Freigabe — wer fünf Jahre und länger plant, sollte das einkalkulieren. Der M920s bietet gegenüber dem M720s im Kern nur vPro-Fernwartung und lohnt sich fast ausschließlich für IT-Abteilungen. Für die meisten Käufer gilt: M720s nehmen und fertig.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Drei Generationen: M910s (Intel 6./7. Gen), M720s und M920s (jeweils 8./9. Gen)
  • SFF-Vorteile gegenüber Tiny: PCIe-Steckplätze, 2,5"- und 3,5"-Schächte, vier Desktop-RAM-Slots (DIMM), 65-Watt-CPUs mit voller Dauerleistung
  • M720s bis i9-9900: 8 Kerne/16 Threads — Workstation-Klasse im flachen Bürogehäuse
  • Windows-11-Fallstrick: M910s (7. Gen) läuft ohne offizielle Microsoft-Freigabe — M720s/M920s sind offiziell unterstützt
  • M920s = M720s + vPro: für Privatanwender und kleine Firmen kaum spürbarer Mehrwert
  • Verbrauch: ca. 15–25 Watt im Büroalltag, um 11 € Stromkosten pro Jahr
  • Preise: M910s ab 114 €, M720s ab 174 € (konfigurierbar), fertig ausgestattet ab 264 €
  • Immer inklusive: Refurbishment mit Komponententest, Windows 11 Pro aktiviert, 15 Monate Garantie, 30 Tage Rückgabe

Schnellüberblick: M910s vs. M720s vs. M920s

Kriterium M910s M720s M920s
CPU-Generation Intel 6./7. Gen Intel 8./9. Gen Intel 8./9. Gen
Max. CPU (bei uns) i7-7700 (4C/8T) i9-9900 (8C/16T) i9-9900 (8C/16T)
Windows 11 offiziell Nein Ja Ja
RAM 4x DIMM DDR4 4x DIMM DDR4-2666 4x DIMM DDR4-2666
Speicher M.2 NVMe + 2,5"/3,5" M.2 NVMe + 2,5"/3,5" M.2 NVMe + 2,5"/3,5"
PCIe (Low-Profile) Ja Ja Ja
vPro-Fernwartung je nach CPU Nein Ja
Preis refurbished (ab) 114 € 174 € selten verfügbar

Kurz eingeordnet: Der M910s ist der Preistipp für einfache Aufgaben, der M720s trifft den Sweetspot aus offizieller Windows-11-Unterstützung, bis zu 8 Kernen und fairem Preis — und der M920s lohnt sich fast nur, wenn Sie vPro konkret benötigen. Wie sich Lenovo insgesamt gegen HP, Dell und Fujitsu schlägt, zeigt der Business-PC-Markenvergleich.

SFF oder Tiny: Wo liegt der Unterschied?

SFF steht für Small Form Factor — ein flaches Desktop-Gehäuse mit etwa 8 bis 13 Litern Volumen. Das ist deutlich mehr als bei den rund 1 Liter kleinen Tiny-Rechnern, die wir im ThinkCentre-M720q-Ratgeber vorgestellt haben. Der Größenunterschied bringt drei handfeste Vorteile:

PCIe-Steckplätze: SFF-Gehäuse nehmen Low-Profile-Erweiterungskarten auf — eine kleine Grafikkarte, eine zusätzliche Netzwerkkarte oder eine USB-C-Karte. Beim Tiny gibt es dafür schlicht keinen Platz (die einzige Ausnahme mit PCIe-Riser ist das Premium-Tiny M920q).

Laufwerksschächte: Neben der M.2-NVMe-SSD passen zusätzliche 2,5"- und 3,5"-Laufwerke ins Gehäuse. Wer viel Speicherplatz braucht — Datenarchive, Fotobibliotheken, Backups — schraubt einfach eine große, günstige HDD dazu. Dauert keine zehn Minuten.

DIMM statt SO-DIMM: SFF-Modelle nutzen normale Desktop-RAM-Riegel statt der kompakteren Notebook-Module aus den Tinys. Desktop-RAM ist auf dem Gebrauchtmarkt meist günstiger — und die ThinkCentre-SFF-Modelle bieten vier Slots statt zwei.

Dazu kommt: In SFF-Gehäusen arbeiten Desktop-CPUs mit 65 Watt TDP statt der gedrosselten 35-Watt-T-Varianten — bei anhaltender Last spürbar mehr Leistung. Eine ausführliche Gegenüberstellung der Formfaktoren liefert der Ratgeber Tower oder SFF? Kurz gesagt: Wer nur Office, Browser und E-Mail nutzt und maximalen Platzgewinn will, ist mit einem Tiny gut bedient — etwa dem fertig ausgestatteten M720q Tiny für 339 €. Wer aufrüsten, erweitern oder mehr Dauerleistung abrufen möchte, greift zum SFF.

Lenovo ThinkCentre M910s: Der Preistipp mit einem Haken

Der M910s stammt aus Lenovos Premium-Linie (M9xx) und war seinerzeit das Top-Businessgerät mit Intel-CPUs der 6. und 7. Generation, bis hinauf zum i7-7700 (4 Kerne/8 Threads). Vier DIMM-Slots, M.2-NVMe-Unterstützung, ein solides und servicefreundliches Gehäuse — auch heute noch ein tadelloser Arbeitsrechner. Bei uns startet der konfigurierbare M910s SFF ab 129 €.

Genau hier lauert allerdings der wichtigste Fallstrick der ganzen Serie: Microsoft unterstützt Windows 11 offiziell erst ab der 8. Intel-Generation. Wir liefern den M910s dennoch mit sauber vorinstalliertem und aktiviertem Windows 11 Pro aus, das im Alltag stabil läuft und derzeit Updates erhält — eine offizielle Support-Zusage von Microsoft gibt es für die 7. Generation jedoch nicht. Wer das Gerät fünf Jahre und länger nutzen will, sollte das einkalkulieren; die Hintergründe erklärt unser Ratgeber Gebrauchter PC und Windows 11. Als reiner Arbeitsrechner mit Blick auf den Preis bleibt der M910s trotzdem kaum zu schlagen.

Lenovo ThinkCentre M720s: Der Sweetspot der Serie

Der M720s ist unser klarer Favorit — und das sagen wir nicht nur so daher. Mit Intel Coffee Lake (8. Gen) und Coffee Lake Refresh (9. Gen) ist er offiziell Windows-11-kompatibel, und die CPU-Auswahl reicht in unserem Konfigurator bis zum i9-9900 mit 8 Kernen und 16 Threads. Das ist Workstation-Klasse im flachen Bürogehäuse — ein M720s mit i9 stemmt Bildbearbeitung, Entwicklungsumgebungen und Virtualisierung, ohne ins Schwitzen zu kommen. Gegenüber dem M910s bringt er den Sprung von maximal 4 auf bis zu 8 Kerne und moderneres DDR4-2666-RAM. Welche CPU-Klasse Sie tatsächlich brauchen, hilft der Ratgeber i5 oder i7? einzuordnen.

Auch der M720s bietet vier DIMM-Slots, M.2-NVMe plus zusätzliche 2,5"- und 3,5"-Schächte sowie Low-Profile-PCIe-Steckplätze. Den konfigurierbaren M720s SFF gibt es ab 174 €; wer nicht konfigurieren möchte, findet ihn als fertig ausgestatteten M720s mit i3-8100, 16 GB RAM, 256 GB SSD und Office 2024 für 294 € oder in der starken i7-9700-Ausstattung mit 512 GB SSD.

Lenovo ThinkCentre M920s: Premium für Spezialfälle

Der M920s ist das Schwestermodell des M720s aus der Premium-Linie: gleiche CPU-Generationen, aber mit Intels Q370-Business-Chipsatz und vPro-Fernwartung. Solche Funktionen nutzen vor allem große IT-Abteilungen, die hunderte Rechner aus der Ferne verwalten. Für Selbstständige, kleine Unternehmen und Privatanwender bietet er im Alltag kaum spürbare Vorteile gegenüber dem M720s, kostet auf dem Refurbished-Markt aber meist spürbar mehr. Wir führen ihn daher nur gelegentlich — in den meisten Fällen ist der M720s schlicht die wirtschaftlichere Wahl. Das gleiche Muster gilt übrigens bei den Tinys (M920q vs. M720q), wo der Aufpreis immerhin einen PCIe-Slot kauft.

Einsatz-Empfehlungen auf einen Blick

Einsatz Empfehlung Nicht ausreichend für
Office, E-Mail, Browser (Budget) M910s i5, 16 GB, 256 GB 5+ Jahre Nutzung mit offiziellem Win-11-Support
Homeoffice mit Zukunftssicherheit M720s i5-8500/9500, 16 GB
Bildbearbeitung, Entwicklung, Virtualisierung M720s i7/i9, 32 GB, NVMe + HDD GPU-Rendering, ECC-Workloads
Datenarchiv / viel lokaler Speicher M720s, NVMe + 3,5"-HDD
Firmenflotte mit Fernwartung M920s (vPro)
Unsichtbar hinter dem Monitor (VESA) M720q Tiny statt SFF GPU-Nachrüstung

Für Gaming mit vollwertiger Grafikkarte ist keiner der drei gemacht: Ins SFF-Gehäuse passen nur Low-Profile-Karten mit begrenzter Leistungsaufnahme — dafür braucht es einen Tower, wie sie in unserer Kategorie Business-PCs zu finden sind.

Kaufberatung: Stromkosten, Lautstärke, Zustand und Garantie

Stromkosten

Ein ThinkCentre SFF zieht im Büroalltag etwa 15–25 Watt. Bei 8 Stunden täglich an 220 Arbeitstagen und 30 Cent pro kWh sind das: 0,02 kW × 1.760 h × 0,30 €/kWh ≈ 11 € Stromkosten im Jahr. Selbst der i9-9900 bleibt im Leerlauf genügsam — nur unter Volllast genehmigt er sich kurzzeitig deutlich mehr. Noch sparsamer sind die 35-Watt-Tinys; den Effizienz-Vergleich liefert der Artikel Leise Mini-PCs für Büro und Homeoffice.

Lautstärke

Im Office-Betrieb sind alle drei Modelle kaum hörbar — das größere Gehäuse erlaubt große, langsam drehende Lüfter. Unter Volllast (etwa mit dem i9-9900) wird der Lüfter wahrnehmbar, aber nicht störend laut. Wer absolute Stille bei reiner Büroarbeit will, wählt im Konfigurator einfach eine sparsamere CPU.

Zustand, Garantie und Lieferung

Jeder ThinkCentre durchläuft unseren Refurbishment-Prozess mit Reinigung, Komponententest und frisch installiertem, aktiviertem Windows 11 Pro. Den optischen Zustand wählen Sie in den Stufen A (wie neu), B+ (gut), B (ordentlich) oder C (Gebrauchsspuren) — technisch sind alle Geräte gleichwertig geprüft. Dazu gibt es 15 Monate Garantie (optional 27 oder 39 Monate), 30 Tage Rückgaberecht und Versand aus Bad Camberg. Ein vergleichbarer neuer Business-SFF kostet schnell 600 bis 900 € — refurbished zahlen Sie einen Bruchteil, bei gleicher Enterprise-Qualität und deutlich besserer Umweltbilanz.

Fazit: Der M720s ist der SFF-Sweetspot

Die ThinkCentre-SFF-Serie schließt die Lücke zwischen Tiny und Tower: leise und kompakt genug für jeden Schreibtisch, aber mit PCIe-Slot, Laufwerksschächten und vier RAM-Slots erwachsen genug zum Aufrüsten. Der M910s ist der Preistipp ab 114 € für alle, die einen soliden Arbeitsrechner ohne Langzeit-Anspruch suchen. Der M720s ist mit offizieller Windows-11-Unterstützung, bis zu 8 Kernen und fairem Einstiegspreis die beste Wahl für die nächsten Jahre — unsere klare Empfehlung für die meisten Käufer. Und der M920s bleibt etwas für vPro-Spezialfälle. Wer stattdessen maximale Kompaktheit sucht, findet im oben verlinkten Tiny-Ratgeber die passende Alternative.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur ThinkCentre-SFF-Serie

Ist der M720s SFF offiziell Windows-11-kompatibel?

Ja. Die Intel-Prozessoren der 8. und 9. Generation stehen auf der offiziellen Kompatibilitätsliste von Microsoft — das gilt für M720s und M920s gleichermaßen. Wir liefern jedes Gerät mit vorinstalliertem und aktiviertem Windows 11 Pro aus.

Lohnt sich der M910s trotz fehlender offizieller Windows-11-Freigabe?

Als reiner Arbeitsrechner für Office, Browser und E-Mail: ja. Der Preis ab 114 € ist kaum zu schlagen, und wir liefern ihn mit lauffähigem, aktiviertem Windows 11 Pro aus. Wer das Gerät aber als langfristige Investition für fünf Jahre und mehr plant, fährt mit dem offiziell unterstützten M720s sicherer.

Was unterscheidet SFF und Tiny konkret?

Das SFF-Gehäuse (8–13 Liter) bietet PCIe-Steckplätze, zusätzliche 2,5"/3,5"-Laufwerksschächte, vier Desktop-RAM-Slots und 65-Watt-CPUs mit voller Dauerleistung. Der Tiny (1 Liter) ist dafür VESA-montierbar und verschwindet hinter dem Monitor — bezahlt das aber mit gedrosselten 35-Watt-CPUs und kaum Erweiterbarkeit.

Ist der M720s SFF laut?

Nein. Im Office-Betrieb ist er kaum hörbar, das Gehäuse erlaubt große, langsam drehende Lüfter. Unter Volllast (etwa mit dem i9-9900) wird er hörbar, aber nicht störend. Für absolut geräuschsensible Umgebungen empfiehlt sich eine sparsamere CPU-Konfiguration.

Kann ich in ein ThinkCentre SFF eine Grafikkarte einbauen?

Ja, aber nur im Low-Profile-Format und mit begrenzter Leistungsaufnahme, da das Netzteil keine zusätzlichen Stromstecker bietet. Karten wie eine GTX 1650 Low Profile funktionieren, aktuelle High-End-GPUs nicht. Für ernsthaftes Gaming ist ein Tower die richtige Basis.

Wie viel RAM passt in die Geräte?

Alle drei Modelle bieten vier DIMM-Slots für Desktop-RAM. M720s und M920s unterstützen DDR4-2666, der M910s das etwas ältere DDR4 seiner Generation. Für Office reichen 16 GB, für Multitasking und Virtualisierung sind 32 GB oder mehr sinnvoll — idealerweise paarweise bestückt für Dual-Channel-Betrieb.

Kann ich mehrere Laufwerke gleichzeitig einbauen?

Ja: eine M.2-NVMe-SSD als Systemlaufwerk plus zusätzliche 2,5"- und 3,5"-Laufwerke als Datenspeicher. Gerade der 3,5"-Schacht ist ein SFF-Vorteil — große, günstige HDDs für Archive und Backups passen hier ohne externes Zubehör hinein.

M720s oder M920s — wofür brauche ich vPro?

vPro erlaubt IT-Abteilungen, Rechner aus der Ferne zu warten, selbst wenn das Betriebssystem nicht mehr startet. Für Flotten ab einigen Dutzend Geräten wertvoll — für Privatanwender, Selbstständige und kleine Teams praktisch irrelevant. In dem Fall ist der M720s die wirtschaftlichere Wahl.

Was bedeuten die Zustände A, B+, B und C?

Zustand A ist nahezu neuwertig, B+ hat minimale Gebrauchsspuren, B sichtbare, aber dezente Spuren und C deutlichere Gebrauchsspuren am Gehäuse. Technisch sind alle Geräte vollständig geprüft und funktionsfähig — der Zustand betrifft nur die Optik, und Sie wählen ihn direkt im Konfigurator.


Alle Lenovo ThinkCentre SFF-Modelle bei MJtronics sind professionell aufbereitet, mit frischem Windows 11 Pro, 15 Monaten Garantie und 30 Tagen Rückgaberecht. Zur Kategorie Lenovo ThinkCentre.

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