Lenovo ThinkCentre M920q Tiny im Check: Das Enthusiasten-Tiny mit PCIe-Slot — für wen lohnt es sich?
Wer sich in Homelab-Foren oder Mini-PC-Communities umschaut, stößt immer wieder auf ein Modell mit fast schon Kultstatus: den Lenovo ThinkCentre M920q Tiny. Auf den ersten Blick ein gewöhnlicher 1-Liter-Business-PC — auf den zweiten das vielseitigste Gerät seiner Generation, mit Intel-CPUs der 8. und 9. Generation bis hinauf zum i9-9900T, offiziellem Windows-11-Support und einer Besonderheit, die in dieser Geräteklasse eine echte Rarität ist: einem internen PCIe-Slot. Gleichzeitig steht daneben das günstigere Schwestermodell M720q und wirft die entscheidende Frage auf: Braucht man das Premium-Modell überhaupt? Dieser Ratgeber klärt, was der M920q wirklich kann, wo der Aufpreis sich lohnt — und wo nicht.
Zusammenfassung
Der ThinkCentre M920q ist das Flaggschiff von Lenovos Tiny-Reihe der 8./9. Generation: bis zu 8 Kerne (i9-9900T), offiziell 32 GB RAM, vPro-Fernwartung und als Alleinstellungsmerkmal ein PCIe-Slot für Low-Profile-Karten — die kompakteste Basis für Firewalls, 10-Gigabit-Heimserver und Bastelprojekte. Für klassisches Büro, Homeoffice und Mediencenter ist der Leistungsunterschied zum günstigeren M720q im Alltag kaum spürbar — wer PCIe, vPro und i9 nicht braucht, fährt mit dem M720q schlicht besser. Der M920q ist bei uns ab Lager lieferbar — im Konfigurator ab 179 € oder als Fest-Konfiguration mit i5-9500T, 16 GB und 256 GB SSD für 369 €; der M720q ist aktuell ausverkauft (Warteliste verfügbar). Beide sind offiziell Windows-11-kompatibel — eine sichere Langfrist-Wahl.
Das Wichtigste auf einen Blick
- CPUs: Intel 8./9. Gen als 35-Watt-T-Modelle, vom i3 bis zum i9-9900T (8 Kerne/16 Threads)
- Alleinstellungsmerkmal: interner PCIe-Slot (via Riser) für Low-Profile-Karten — fast einzigartig in der 1-Liter-Klasse
- RAM/Storage: offiziell bis 32 GB DDR4 (2 Slots; laut Community-Erfahrungen laufen auch 64 GB), M.2-NVMe plus 2,5"-SATA-Schacht
- Windows 11: offiziell unterstützt — keine Grauzone wie bei älteren Plattformen
- Business-Extras: vPro-Fernwartung, Q370-Chipsatz, USB-C vorn, 2x DisplayPort + Flex-Port
- Verbrauch: ca. 10–15 Watt im Alltag, unter 10 € Stromkosten pro Jahr
- Bei MJtronics: ab Lager lieferbar — im Konfigurator ab 179 €, Fest-Konfigurationen ab 269 €
- Immer inklusive: Refurbishment mit Komponententest, Windows 11 Pro aktiviert, 15 Monate Garantie, 30 Tage Rückgabe
Schnellüberblick: Die Eckdaten
| Eigenschaft | Lenovo ThinkCentre M920q Tiny |
|---|---|
| CPU-Optionen | 8./9. Gen, 35 W: i3 bis i7-9700T, optional i9-9900T (8C/16T) |
| Chipsatz / vPro | Q370, vPro |
| RAM | offiziell bis 32 GB DDR4, 2x SO-DIMM (64 GB laut Community-Erfahrungen möglich) |
| Storage | 1x M.2 NVMe + 1x 2,5" SATA |
| Erweiterung | 1x PCIe x8 (via Riser, Low Profile) |
| Grafik | Intel UHD 630 |
| USB vorn | 1x USB-C 3.1, 1x USB-A 3.1 |
| USB hinten | 4x USB-A 3.1 |
| Video | 2x DisplayPort 1.2 + Flex-Port (HDMI/DP/VGA je nach Ausstattung) |
| Netzwerk | Intel Gigabit-LAN, WLAN optional (M.2) |
| Maße / Netzteil | 17,9 x 18,3 x 3,5 cm / extern 65 W (90 W bei starken Konfigurationen) |
| Windows 11 | offiziell unterstützt |
Zur Einordnung: Die Tiny-Reihe ist Lenovos Antwort auf Dells OptiPlex Micro und HPs EliteDesk Mini — den markenübergreifenden Überblick liefert unser Business-PC-Markenvergleich.
Was macht den M920q besonders?
Wie alle Tiny-Modelle misst der M920q rund 1 Liter, hängt per VESA-Halterung unsichtbar hinter dem Monitor und ist für den Enterprise-Dauerbetrieb gebaut. So weit, so bekannt — das können M720q und die Konkurrenz auch. Lenovo positionierte den M920q aber klar als Business-Flaggschiff, und das zeigt sich an vier Punkten:
Erstens die CPU-Auswahl bis zum i9-9900T: 8 Kerne und 16 Threads bei nur 35 Watt TDP gab es in dieser Geräteklasse sonst praktisch nirgends. Zweitens vPro und der Q370-Chipsatz für Fernwartung und Flottenverwaltung. Drittens der PCIe-Slot — dazu gleich mehr, denn er ist der eigentliche Star. Und viertens der offizielle Windows-11-Support: Die 8./9. Generation steht auf der Microsoft-Kompatibilitätsliste, im Gegensatz zu den weit verbreiteten 6./7.-Gen-Geräten also keine Grauzone. Was das langfristig bedeutet, erklärt unser Ratgeber Gebrauchter PC und Windows 11.
Die PCIe-Besonderheit: Warum Homelab-Fans den M920q lieben
Der interne PCIe-Slot ist der Grund für den Kultstatus des M920q in Homelab- und Netzwerk-Communities. Über eine Riser-Karte nimmt das Gehäuse eine Low-Profile-Erweiterungskarte auf — in einem 1-Liter-PC eine echte Rarität. In der Praxis landen dort vor allem zwei Kartentypen:
Netzwerkkarten: Dual- oder Quad-Port-Gigabit-NICs oder 10-Gigabit-Karten machen den M920q zur kompakten, flüsterleisen Firewall (pfSense/OPNsense) oder zum schnellen NAS-Frontend. Erfahrungswerte aus der Community zeigen: Ein M920q mit i5, 32 GB RAM und einer 10-GbE-Karte trägt einen kompletten Haushalts-Serverpark — Firewall, Pi-hole, Home Assistant und ein paar Docker-Container — bei unter 20 Watt Dauerverbrauch.
Kompakte Grafikkarten: Sehr flache Low-Profile-GPUs sind mechanisch möglich, aber Kühlung, Bauraum und das externe Netzteil setzen enge Grenzen. Für zusätzliche Videoausgänge oder leichte Beschleunigung kann es reichen — ein Gaming-PC wird aus dem M920q nicht.
Genau hier lauert allerdings der am meisten unterschätzte Kosten-Fallstrick: Riser-Karte und Erweiterungskarte gehören bei Refurbished-Geräten normalerweise nicht zum Lieferumfang. Wer das Feature nutzen will, sollte die Nachrüstkosten (Riser ca. 20–40 €, Karte je nach Typ) von Anfang an einplanen — sonst ist der M920q-Aufpreis gegenüber dem M720q doppelt bezahlt.
CPU-Wahl: i5, i7 oder i9?
Für Office und Homeoffice ist der i5-8500T oder i5-9500T (jeweils 6 Kerne) der Sweetspot — mehr als genug Reserven für viele Tabs, Office und Videokonferenzen parallel. Der i7-8700T/9700T lohnt sich für dauerhaft parallele Workloads und leichte Kreativarbeit. Der i9-9900T schließlich ist die Wahl für Virtualisierer: 8 Kerne und 16 Threads bei 35 Watt machen ihn zum effizientesten Proxmox-Host seiner Ära — entsprechend begehrt und selten ist er auf dem Gebrauchtmarkt. Zwischen 8. und 9. Generation liegen bei gleicher Klasse nur wenige Prozent; wenn der Preis entscheidet, kann man beruhigt zur 8. Generation greifen. Die generelle Entscheidungshilfe dazu gibt unser Ratgeber Mini-PC: i5 oder i7?
RAM und Storage: Offiziell bis 32 GB und zwei Laufwerke
Zwei SO-DIMM-Slots nehmen laut Lenovos offiziellem Datenblatt (PSREF) bis zu 32 GB DDR4 auf. In der Home-Lab-Community werden mit 2x 32-GB-Modulen auch 64 GB erfolgreich betrieben — das ist allerdings nicht offiziell von Lenovo freigegeben. Für Office reichen 16 GB (idealerweise als zwei Module im Dual-Channel-Betrieb, das beschleunigt besonders die integrierte Grafik), für Server-Einsätze sind 32 GB sinnvoll.
Beim Storage bietet das Gehäuse M.2-NVMe plus 2,5"-SATA gleichzeitig — das bewährte Setup aus schnellem Systemlaufwerk und großer Datenplatte, ohne externes Zubehör. Beide Schächte sind nach dem Öffnen des werkzeuglosen Deckels direkt zugänglich.
M920q vs. M720q: Lohnt sich der Aufpreis?
Das Schwestermodell ThinkCentre M720q teilt sich mit dem M920q Gehäuse, Anschlussbild und die 8.-Gen-Basis. Die Unterschiede im Überblick:
| Kriterium | M720q | M920q |
|---|---|---|
| CPU-Generation | 8. Gen | 8./9. Gen, bis i9-9900T |
| Chipsatz / vPro | B360, kein vPro | Q370, vPro |
| PCIe-Slot (Riser) | Nein | Ja |
| Windows 11 offiziell | Ja | Ja |
| Max. RAM (offiziell) | 32 GB | 32 GB |
| Preis refurbished | günstiger | etwas teurer |
Unsere ehrliche Einordnung: Für Office, Homeoffice und Mediencenter ist der Leistungsunterschied zwischen einem i5-8500T und einem i5-9500T im Alltag kaum spürbar — beide haben 6 Kerne derselben Architektur. Der M920q-Aufpreis kauft im Kern drei Dinge: den PCIe-Slot, vPro und die i9-Option. Wer davon nichts braucht, fährt mit dem M720q schlicht günstiger — sofern er lagernd ist; aktuell ist er ausverkauft (siehe Verfügbarkeit unten).
Einsatz-Empfehlungen auf einen Blick
| Einsatz | Empfehlung | Nicht ausreichend für |
|---|---|---|
| Office, Homeoffice, Videokonferenzen | M920q i5-9500T, 16 GB, 256 GB | — |
| Mediencenter am TV | M920q i5, 16 GB | Gaming jenseits von Klassikern |
| Firewall / 10-GbE-Heimserver | M920q i5, 16–32 GB + NIC via PCIe | — |
| Proxmox-/Docker-Host mit mehreren VMs | M920q i7/i9, 32 GB, NVMe + SATA | Workstation-Lasten mit ECC-Bedarf |
| Firmenflotte mit Fernwartung | M920q (vPro) | — |
Für Workstation-Anforderungen — ECC-RAM, große GPUs, viele Laufwerke — ist die 1-Liter-Klasse nicht gemacht; dort hilft unser Ratgeber Workstation gebraucht kaufen weiter.
Kaufberatung: Stromkosten, Lautstärke, Verfügbarkeit und Garantie
Stromkosten
Ein M920q mit T-Prozessor zieht im Alltagsbetrieb etwa 10–15 Watt. Bei 8 Stunden täglich an 220 Arbeitstagen und 30 Cent pro kWh sind das rund 8 € Stromkosten im Jahr — als 24/7-Heimserver mit ~15 Watt Dauerlast etwa 39 € jährlich. Zum Vergleich: Ein ausgewachsener Tower-Server liegt schnell beim Fünffachen. Mehr Effizienz-Vergleiche liefert der Artikel Leise Mini-PCs für Büro und Homeoffice.
Lautstärke
Wie alle 35-Watt-Tinys ist der M920q im Office-Betrieb praktisch unhörbar; erst unter längerer Volllast (etwa beim i9 mit allen Kernen) wird der Lüfter wahrnehmbar. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer-Homeoffice und den Serverschrank im Flur ist das ideal.
Verfügbarkeit: ab Lager lieferbar
Unser ThinkCentre M920q mit i5-9500T, 16 GB RAM und 256 GB SSD ist für 369 € ab Lager lieferbar; im Konfigurator stellen Sie sich Ihren M920q ab 179 € selbst zusammen — vom i3-9100T bis zum i9-9900T. Das Schwestermodell M720q ist dagegen aktuell ausverkauft; Refurbished-Ware kommt chargenweise aus Leasing-Rückläufen, feste Termine gibt es nicht. Auf der M720q-Produktseite können Sie sich in die Warteliste eintragen und werden automatisch benachrichtigt. Alle Tiny-Modelle finden Sie in der Kategorie Lenovo ThinkCentre Tiny.
Zustand, Garantie und Lieferung
Jeder ThinkCentre durchläuft unseren Refurbishment-Prozess mit Reinigung, Komponententest und frisch installiertem, aktiviertem Windows 11 Pro. Den optischen Zustand wählen Sie in den Stufen A (wie neu), B+ (gut), B (ordentlich) oder C (Gebrauchsspuren) — technisch sind alle Geräte gleichwertig geprüft. Dazu gibt es 15 Monate Garantie (optional 27 oder 39 Monate), 30 Tage Rückgaberecht und Versand aus Bad Camberg. Worauf beim Gebrauchtkauf generell zu achten ist, zeigt der Ratgeber Mini-PC gebraucht kaufen.
Fazit: Das Enthusiasten-Tiny
Der Lenovo ThinkCentre M920q Tiny ist mehr als ein Büro-PC: Mit CPUs bis zum i9-9900T, vPro und dem seltenen PCIe-Slot ist er das vielseitigste Gerät der 1-Liter-Klasse seiner Generation — und dank offiziellem Windows-11-Support langfristig eine sichere Bank. Suchen Sie dagegen einen reinen Office- oder Wohnzimmer-Rechner, reicht auch die kleinste M920q-Konfiguration ab 179 € völlig aus — oder der günstigere M720q, sobald er wieder lagernd ist (aktuell ausverkauft). Der M920q ist die richtige Wahl für alle, die seine Besonderheiten wirklich nutzen — dann aber ist er in seiner Klasse konkurrenzlos.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum ThinkCentre M920q
Ist der M920q offiziell Windows-11-kompatibel?
Ja. Die Intel-Prozessoren der 8. und 9. Generation stehen auf der offiziellen Kompatibilitätsliste von Microsoft. Wir liefern jedes Gerät mit vorinstalliertem und aktiviertem Windows 11 Pro aus — anders als bei älteren Plattformen ohne jede Einschränkung.
Was bringt der PCIe-Slot konkret?
Über eine optionale Riser-Karte nimmt der M920q eine Low-Profile-Karte auf. In der Praxis sind das vor allem Netzwerkkarten (Dual-/Quad-Gigabit oder 10 GbE) für Firewalls und Heimserver. Sehr flache Grafikkarten sind mechanisch möglich, aber durch Kühlung und Netzteil eng limitiert.
Sind Riser und Erweiterungskarte im Lieferumfang enthalten?
In der Regel nein — Refurbished-Geräte kommen ohne Riser und Karte. Planen Sie für die Riser-Karte etwa 20–40 € zusätzlich ein, die Erweiterungskarte kommt je nach Typ dazu.
M920q oder M720q — was soll ich kaufen?
Für Office, Homeoffice, Mediencenter und die meisten Server-Aufgaben ist der günstigere M720q rechnerisch die bessere Wahl, die Alltagsleistung ist nahezu identisch — er ist bei uns aber aktuell ausverkauft; die kleinste M920q-Konfiguration ab 179 € ist dann die richtige Alternative. Zum M920q greifen Sie ohnehin, wenn Sie den PCIe-Slot, vPro-Fernwartung oder die CPU-Optionen bis zum i9-9900T wirklich brauchen.
Wie viel RAM unterstützt der M920q?
Offiziell unterstützt Lenovo bis zu 32 GB DDR4 über zwei SO-DIMM-Slots. Laut Community-Erfahrungen laufen auch 64 GB (2x 32 GB), das ist aber nicht offiziell freigegeben. Für Office reichen 16 GB, als Virtualisierungs-Host sind 32 GB sinnvoll — idealerweise immer als zwei Module im Dual-Channel-Betrieb.
Kann ich zwei Laufwerke gleichzeitig einbauen?
Ja: eine M.2-NVMe-SSD als Systemlaufwerk und zusätzlich eine 2,5"-SATA-SSD oder -HDD als Datenspeicher. Beide Schächte sind nach dem Öffnen des werkzeuglosen Deckels direkt zugänglich.
Wie laut und stromhungrig ist der M920q?
Im Office-Betrieb praktisch unhörbar bei etwa 10–15 Watt — rund 8 € Stromkosten pro Jahr bei üblicher Büronutzung. Als 24/7-Heimserver liegt er je nach Last bei etwa 39 € jährlich.
Eignet sich der M920q für Gaming?
Nein. Die integrierte UHD 630 reicht nur für ältere und genügsame Titel, und auch mit Low-Profile-GPU im PCIe-Slot bleibt die Spieleleistung stark begrenzt. Gaming ist nicht das Revier der 1-Liter-Klasse.
Ist der M920q lieferbar?
Ja, aktuell ab Lager: im Konfigurator ab 179 € oder als Fest-Konfiguration (i3-9100T 269 €, i5-9500T 369 €, i7-9700T 492 €). Refurbished-Geräte kommen chargenweise aus Firmen-Leasing-Rückläufen — ist ein Modell einmal ausverkauft, informiert Sie die Warteliste auf der Produktseite automatisch per E-Mail. Das gilt derzeit für das Schwestermodell M720q.
Weiterführende Links
- ThinkCentre M920q i5-9500T — sofort lieferbar für 369 €
- ThinkCentre M920q im Konfigurator — ab 179 €
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- Lenovo PSREF — ThinkCentre M920q Tiny (Herstellerdatenblatt, Englisch)
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